Wiedersehen mit Alejandro

In Arequipa treffen wir Alejandro wieder, ich habe ihn vor 10 Jahren in Magdeburg kennengelernt. Während meines letzten Semesters haben wir dort in einer WG gewohnt, er war damals gerade erst nach Deutschland gekommen. In den letzten Jahren hatten wir zwar nicht viel Kontakt, ich wusste aber, dass er weiterhin in Deutschland war.

Da Alejandro aus Arequipa kommt, habe ich ihn natürlich kontaktiert, als klar war, dass wir dort zum Sprachkurs sein würden. Seine Antwort kam promt und überraschte: seit wenigen Monaten lebt er selbst wieder in Arequipa. Wir planten also unser Wiedersehen – dieses mal in Peru.

In Arequipa arbeitet Alejandro nicht nur vollzeit als Programmierer, sondern auch vier Abende pro Woche als Deutschlehrer.

Das erste Treffen findet dann auch gleich während des Deutschkurses statt, wo wir eine halbe Stunde vor Ende des Unterrichts zur Klasse stoßen. Diese ist bunt gemischt, angefangen vom Schüler, der in Deutschland Chemie studieren will, bis hin zu einer älteren Dame, die plant ihre Pension teilweise in Deutschland zu verbringen, finden sich ganz unterschiedliche Motivationen und Persönlichkeiten im Raum. Der A1 Kurs findet viermal(!) die Woche für 1,5h statt. Da unser Spanisch bereits etwas besser ist, findet ein Großteil der Konversation mit der Klasse auf Spanisch statt, bzw. Dank Alejandros Übersetzungen. Während er nach dem Unterricht zusammen packt und alles abschließt, erfreuen Timur und ich uns über die durchaus humorvollen Plakate im Klassenzimmer.

Mit Alejandro sind wir in den folgenden Tagen und Wochen häufiger unterwegs, er zeigt uns viele Orte mit gutem Essen, Bars mit Livemusik und empfiehlt uns diverse Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt herum. Es ist toll, ihn wieder zu sehen und so einen liebenswürdigen und ortskundigen Freund an unserer Seite zu wissen.