Beim touristischen Mäandern durch die Lima kommt gegen Nachmittag oft Lust auf Kaffee auf. Der Kaffee, welchen wir in Europa trinken, wird hier angebaut, getrunken wird er anders.
Cappuccino. Mit Sahne? Ja. Dicke, cremige Sahne.
Cafe con leche. Ein großer Pott heiße Milch mit ein wenig kaltem Espresso.
Sobald man die großen Straßen verlässt, ist Lima auffallend leise. Es sei denn, man trifft einen dieser unscheinbaren schwarzen Vögel, die einen ohrenbetäubenden Gesang an den Tag legen.
Akustisch weniger auffallend, dafür optisch umso mehr, sind die kleinen bunten Vögel in den Parks und auf der Straße. Rot, gelb und blau – es gibt nahezu die ganze Farbpalette. Die gewöhnlichen Tauben sind etwas kleiner und tragen eine elegante blaue Zeichnung um die Augen.
Beeindruckend sind auch die Pelikane unten am Hafen bei den Fischerbooten. Lässig ziehen sie ihre Runden, um sich dann auf ein Bötchen ihrer Wahl niederzulassen und ausgiebig das Gefieder zu putzen.
Wir fliegen von Berlin nach Frankfurt nach Madrid nach Lima. Klingt einfach und ist es erstaunlicherweise auch. Selbst unser Gepäck schafft es im ersten Anlauf und wir können nach Kofferausgabe und einer schnellen Taxifahrt durch die Stadt morgens kurz nach 7 Uhr in unsere Unterkunft für die kommenden Tage ziehen: ein kleines Apartment in Barranco, im Süden Limas. Durch die Zeitverschiebung sind wir schon sehr wach, daher zieht es uns bald nach draußen: Frühstück besorgen und Gegend erkunden.
Am Samstag unseres vorerst letzten Berlinwochenendes wird noch ein wenig gefeiert. Sonntag folgt dann ein gemeinsames Frühstück bei Karabach und ein Spaziergang über das Tempelhofer Feld. Sogar mit Besuch aus München und Hamburg. Ideal für einen ersten Test der Reisekamera.
Die restlichen viereinhalb Tage sind voller Reisevorbereitungen: Sachen packen, Wohnung für unseren Zwischenmieter klar machen, Kleinigkeiten besorgen, letzte gemeinsame Biere mit Freunden.