Die Laguna de Salinas ist See auf 4300 Metern Höhe, der jedes Jahr austrocknet und eine große Salzfläche hinterlässt. Es soll dort Alpakas, Vikunjas und Flamingos geben.
Wir schauen nach organisierten Touren, doch die sind uns zu teuer. Der öffentliche Bus fährt sehr selten und unvorhersehbar, und so mieten wir uns stattdessen ein Auto. Die Straße ist wie gemacht für unseren kleinen SUV, und die karge Landschaft zwischen Arequipa und der Lagune würde sich gut in einer Autowerbung machen. Zwischen dem Vulkan Misti und der benachbarten Bergkette geht es in zweieinhalb Stunden auf unbefestigter, kurviger und staubiger Straße 2000 Meter hinauf.
Bei der Lagune angekommen begegnet uns gleich die erste Herde Alpakas (oder Llamas, so sicher sind wir uns da nie), die um einen verlassenen Bagger am Ufer grasen. Sie nehmen von uns Notiz, stören sich aber nicht an unserer Gegenwart. Sie hören einfach nicht auf, lustig auszusehen.
Wir fahren weiter, vorbei an einem abgesperrten Gebiet zum Salzabbau durch ein kleines Dorf. Wir wenden, parken das Auto und machen eine kleine Wanderung über den ausgetrockneten See. Wir begegnen noch mehr Llamas (oder Alpakas). In der Ferne sehen wir auch Vikunjas, doch die sind recht scheu. Für die Flamingos ist leider die falsche Saison – die benötigen Wasser zum Rumstacksen.
Den Bildern der Agenturen in der Fußgängerzone Arequipas ist zu entnehmen, dass man vor oder auf den großen Attraktionen in die Luft springen und sich dabei Fotografieren lassen sollte, also probieren wir das auch.
Es gibt allgemein wenige Menschen, und die, die es gibt, fahren auf alten Mopeds und sind sehr gut eingepackt. Es ist sehr still, bis auf den Wind und das Knistern des Salzes unter den Schuhen und ab und zu einem Moped.
Auf dem Rückweg auf halber Strecke halten wir in einem weiteren Dorf und kehren ein. Im Restaurant wirbt ein Plakat für einen bereits vergangenen Stierkampf.
Angekommen in Arequipa ist das Büro unseres Autovermieters geschlossen. Es gab ein Missverständnis – sie kommen nur zur vereinbarten Zeit, davor ist niemand da. Wir parken in der Nähe und warten zwei Stunden auf die Mitarbeiter des Verleihers auf dem Plaza del Armas, wo wir aus Versehen einer weiteren Prozession einer anderen Maria beiwohnen.
Entgegen unserer Befürchtung ist der Dreck am Auto kein Problem, sondern sorgt nur für Belustigung.






























