Training in Huaraz

Nach Huaraz sind wir gekommen, um zu wandern. So wie ungefähr alle anderen Touristen hier auch. Allerdings sehen wir kaum welche, es ist Regenzeit und Nebensaison und dementsprechend leer. Huaraz ist eine nette kleine Stadt, etwas rauer als das hübsche Arequipa. Am Plaza de Armas steht ein großes unfertiges Gebäude – die örtliche Kirche, welche im letzten großen Erdbeben in den Achtzigern zerstört wurde und seitdem wieder neu aufgebaut wird. Wir testen das örtliche Straßenessen und bestaunen mehr oder weniger unauffällig die bunten Trachten der Frauen, die hier nicht nur Folklore sondern noch Alltagskleidung sind.  

Durch Internetrecherche und viele Mails später, finden wir eine nette kleine Agentur für Wandertouren, betrieben von Orlando, dem wir uns anvertrauen. Direkt am ersten Morgen nach unserer Ankunft treffen wir uns mit ihm und besprechen die Möglichkeiten. Da Timur noch eine Woche remote arbeitet, bleibt uns noch etwas Zeit, kürzere Wanderungen zu unternehmen und regelmäßig das Wetter zu checken.

So geht es einen Tag zu einem Ausguck oberhalb von Huaraz, welches in einem schönen Tal liegt: Bei gutem Wetter wird der Ausblicke auf die schneebedeckten Berge ringsum frei. Am anderen Tag fahren wir mit dem Colectivo (Sammeltaxi) vor die Stadt und wandern dort zwischen pittoresken Dörfern und Feldern bergauf zu einer kleinen Lagune. Dabei werden wir meistens von einem oder zwei Hunden begleitet, die schnell so viel Herdeninstinkt entwickeln, dass sie uns tapfer gegen andere Hunde verteidigen.  

Mit diesem kleinen Trainingsprogamm und einer Woche Akklimatisation in Huaraz, sollte der großen Wanderung nun nichts mehr im Wege stehen.