Seit langem schon wollte ich Surfen lernen. Also, Wellenreiten, nicht Windsurfen. Da das in Deutschland kaum möglich ist und es sich bislang auch während keinem meiner bisherigen Urlaube ergeben hat, ist jetzt quasi meine große Stunde. Man kann einfach nicht direkt am Karibischen Meer wohnen und das nicht ausnutzen. Also recherchiere ich eine Surfschule – nicht allzu schwer, denn es scheint in Cartagena nur eine zu geben – und vereinbare eine Probestunde. Es ist Timurs vorletzter Tag in der Stadt und so kann er gleich noch mitkommen.
Pablo, der Betreiber der Surfschule ist super nett und sehr unkompliziert. Man hat während der Unterrichtszeit immer einen persönlichen Lehrer und der Erfolg spricht für sich. Wir sind überrascht, wie schnell es uns dann doch gelingt, uns auf dem Brett aufzurichten und im Idealfall stehen zu bleiben. Nach den zwei Stunden im Wasser sind wir ordentlich geschafft und lassen uns von Pablo ein kleines Restaurant in der Nähe empfehlen. Besonders unser Durst ist riesig, scheinbar haben wir doch ab und an etwas Meerwasser geschluckt.
Von den ersten Erfolgen angetan, gehe ich in den kommenden Wochen immer wieder zum Strand und nehme Unterricht. Die Wellen sind mal kleiner und mal größer. Später kann ich auch einige meiner deutschen Kolleginnen dafür begeistern. Der frühe Erfolg beim Surfen erklärt sich damit, dass die Lehrer am Anfang das Brett gut festhalten und im entscheidenden Moment, wenn die Welle kommt, kräftig anstoßen. Aber in den letzten Wochen komme ich immer mehr dazu, mir meine Wellen selbst auszusuchen und durch kräftiges paddeln und schnelles aufstehen, surfe ich dann tatsächlich auch mal die ein oder andere Welle.


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