Wir sind in La Paz angekommen. Seit zwei Wochen sind wir jetzt hier. Wir haben uns umgeschaut, gearbeitet, für ein Viertel entschieden – Sopocachi – und dort eine Wohnung für die kommenden Wochen gefunden.
La Paz liegt in einem Tal, in dem jede freie Stelle mit Häusern bebaut ist. Je weiter südlich und je tiefer, desto wohlhabender. Ganz oben, jenseits der Kante zum Übergang zur Hochebene, des Altiplanos, liegt El Alto: die größere und ärmere Zwillingsstadt von La Paz. Unser Stadtteil Sopocachi ist geprägt von Hochhäusern zwischen fünfzehn und zwanzig Stockwerken mit alten Villen in denen Botschaften sitzen dazwischen. Es gibt Bars und Restaurants für die gehobene Mittelklasse, in die wir uns hier einfügen. Viele der neuen Gebäude sind mit modernen Interpretationen von Skulpturen der präkolumbianischen Zeit verziert. Es gibt mehr Streetart als in Peru und jedes öffentliche Bauprojekt (z.B. die neuen Seilbahnen) ist mit Postern von Evo Morales dekoriert.
Wiebke pendelt mit der Seilbahn, der Teleférico, täglich zur Arbeit nach Obrajes, ein gediegeneres Viertel mit noch mehr Botschaften weiter im Süden. Timur bleibt daheim und arbeitet aus unserem Apartment im zwölften Stock für Berlin.
Auf dem folgenden Bild hat man eine gute Übersicht über La Paz, es ist aus dem Süden aufgenommen. Ganz vorn im Süden liegt die Zona Sur, mit mehr kleinen als großen Häusern. Relativ in der Mitte liegt eine große Straße die leicht diagonal nach links geht: die Avenida Hernando Siles in Obrajes, dort liegt die Friedrich-Ebert-Stiftung, bei der Wiebke arbeitet. Oben links davon sind zwei Ansammlungen von Hochhäusern. Rechts Miraflores und links Sopocachi, wo wir wohnen. Das rote Meer dahinter sind unverputzte Backsteinhäuser und an der Kante links geht La Paz über in El Alto.













