Coroico

Fährt man von La Paz immer bergab, kommt man in die Yungas, die grünen Täler, in denen das Klima fast schon wieder tropisch ist und primär Coca und Kaffee angebaut wird. 

Wir machen uns an einem Freitagmittag auf, um in Coroico ein Wochenende zu verbringen. Ein wenig bequemer Van bringt uns in ca. 3,5 Stunden in den kleinen Ort, der sehr idyllisch auf einem Hügel über einem Tal mit Fluss thront. Wir haben ein kleines Häuschen gemietet, was einen unglaublichen Blick ins Tal bietet und ganz im Grünen liegt. Wir kommen am Freitagabend gerade noch rechtzeitig an, um einen Blick in der Abenddämmerung zu erhaschen, bevor es ganz dunkel wird. Am nächsten Tag wandern wir auf den nahegelegenen Berg und müssen uns dabei durch teils recht dichten Wald schlagen. Aber die Aussicht von oben belohnt für die Mühen. Wieder unten gibt es geräuchertes Schwein in einem Restaurant, bevor wir es knapp vor dem Regen wieder in unser Häuschen schaffen. Den restlichen Nachmittag gucken wir dem Regen zu und bewundern die sich ständig ändernden Wolkenformationen im Tal. 

Am Sonntag geht es dann früh zu Fuß los, Hanna hatte uns eine Kaffeeplantage in der Nähe empfohlen, die von einem Schweizer betrieben wird. Wir treffen Julia und lassen uns von ihr über die Plantage führen und in die Geheimnisse des Kaffeeanbaus und des Ernteprozesses einführen. Natürlich wird auch Kaffee verkostet. Außerdem gibt es hervorragendes Mittagessen: Lama in einer Soße aus Kaffee mit Quinoa. Sehr lecker. 

Danach geht es zurück nach La Paz, 3,5h – wieder in einem wenig bequemen Van. Am frühen Abend sind wir dann schon zurück. Die Yungas sind noch einmal eine ganz andere Welt und dabei doch sehr nahe. Die kommenden Tage denken wir immer wieder an den Ausflug zurück, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Mückenstiche, die wir uns zugezogen haben.