An einem Wochenende besuchen wir den „Cementerio General“, den Zentralfriedhof von La Paz. Dieser war uns nicht nur durch seine Größe (92.000 m2)aufgefallen, als wir mit der Teleférico darüber schwebten, sondern auch durch großflächige Murals.
Seit 1826 werden an diesem Ort bereits Menschen bestattet und natürlich haben hier auch einige wichtige historische Persönlichkeit ihre letzte Ruhe in einem der großen Mausoleen gefunden. Die einfacheren Bestattungsorte sind schmale Kästen, die vorne mit einem Gedenkstein versehen werden und meist auch noch Platz bieten um zwischen Gedenkstein und Glas Blumen, alkoholische Getränke, kleine Autofiguren oder ähnliches zu platzieren. Eben alles, was dem Verstorbenen eine Bedeutung hatte oder ihm schmecken würde. Die Häuser, die den Platz dafür bereit halten, spiegeln mit ihrer Gestaltung, dem Zustand und der Architektur in gewisser Weise die verschiedenen Wohnformen der Stadt wieder. So gibt es villenartige große Mausoleen, die Platz für wenig Menschen bieten und Gebäude, die eher an Hochhäuser erinnern.
Viele der Gebäude sind an der Stirnseite mit großen Murals versehen, über 70 davon gibt es auf dem ganzen Friedhof. Der letzte Schwung ist im November 2018 entstanden, als sich viele Künstler aus Bolivien und internationale Street Artist zu einem Workshop in La Paz trafen.
































