Für die Woche, die Timur noch mit in Cartagena ist, haben wir uns ein kleines Apartment in Getsemani gemietet. Getsemani und das Zentrum Cartagenas sind sehr hübsch, aber leider auch sehr touristisch. Restaurants reihen sich an Hotels, Bars und Shops für Mitbringsel oder hochpreisige Mode. Wir sind abwechselnd von der Bilderbuch-Schönheit überrascht, wie auch davon genervt, dass man gefühlt keine 50m weit kommt, ohne angesprochen zu werden. Ein modernes Walt Disney Land.
Das Zentrum ist von einer großen, alten Stadtmauer umgeben, es fällt leicht, sich hier vorzustellen, wie Cartagena zu Kolonialzeiten ausgesehen haben muss. Cartagena war durch die Lage am Meer einer der größten Sklavenmärkte und Ort der Inquisition, beides gehört sicher zum dunkelsten Teil der Stadtgeschichte.
Wir besuchen die Festung und das Kloster, welches auf dem einzigen Berg der Stadt thront, ebenso wie den großen Markt in Bazurto, wo wir auch gleich zu Mittag essen.
Und dann heißt es leider auch schon wieder Abschied nehmen: Timur muss zurück nach Berlin und ich werde die kommenden drei Monate für das Casa Cultural Colombo Alemana die Aktivitäten zum Humboldtjahr vorbereiten.

















